Zahnfleisch und Zahnhalteapparat
Wenn nicht nur das
Zahnfleisch betroffen ist
Parodontitis, umgangssprachlich häufig auch als Parodontose bezeichnet, beginnt meist mit einer Entzündung des Zahnfleisches. Bleibt diese unbehandelt, kann sie sich auf die Strukturen ausweiten, die den Zahn im Kiefer verankern.
Davon betroffen sind nicht nur Zahnfleisch und Wurzeloberflächen. Auch der Knochen, der den Zähnen Halt gibt, kann nach und nach abgebaut werden.
In unserer Zahnarztpraxis in Herford unterstützen wir Sie dabei, Erkrankungen des Zahnhalteapparates frühzeitig zu erkennen und vorhandene Zähne möglichst lange zu erhalten.
oder direkt telefonisch unter 05221 | 58661
Mögliche Anzeichen
Wann Zahnfleisch
Aufmerksamkeit braucht
Zahnfleischbluten
Blutet das Zahnfleisch regelmäßig beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide, kann dies auf eine Entzündung hinweisen.
Zahnfleischrückgang
Werden Zähne sichtbar länger oder reagieren empfindlicher auf äußere Reize, kann sich das Zahnfleisch bereits zurückgezogen haben.
Mundgeruch
Anhaltender Mundgeruch entsteht häufig durch bakterielle Beläge und entzündliche Prozesse im Bereich des Zahnfleisches.
Locker werdende Zähne
Im fortgeschrittenen Stadium kann Parodontitis den Halt der Zähne beeinträchtigen und zu Lockerungen führen.

Bakterien und Entzündungen
Warum Parodontitis entsteht
In jeder Mundhöhle leben zahlreiche Bakterien. Gerät dieses natürliche Gleichgewicht aus dem Lot, können sich bestimmte Keimarten verstärkt ausbreiten und Entzündungen begünstigen.
Zunächst ist häufig nur das Zahnfleisch betroffen. Wird die Entzündung jedoch nicht behandelt, kann die Abwehrreaktion des Körpers auch den Knochen erfassen, der den Zahn umgibt.
Der Körper versucht dadurch, die Ursache der dauerhaften Entzündung zu beseitigen. Die Folge kann jedoch ein Verlust von Halt und Stabilität sein.
Unser Ziel besteht nicht darin, alle Bakterien zu entfernen. Entscheidend ist, krankmachenden Keimen die Lebensgrundlage zu entziehen und eine gesunde Mundflora zu fördern.
Gemeinsam zum Behandlungserfolg
Warum Parodontitis nicht allein
in der Praxis behandelt wird
- Parodontitis ist keine Erkrankung, die mit einem einzigen Termin abgeschlossen ist.
- Entscheidend ist das Zusammenspiel zwischen Zahnarzt, Prophylaxeteam und Patient.
Nur wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Ziel arbeiten, lassen sich Entzündungen dauerhaft kontrollieren. - Deshalb legen wir großen Wert auf Aufklärung, praktische Hilfestellungen und eine Mundhygiene, die zu Ihrer persönlichen Situation passt.

„Der Behandlungserfolg hängt nicht nur von der Therapie ab, sondern auch von der täglichen Mundpflege.“
— Dr. Ulf Eenhuis, Msc., Msc.
Schritt für Schritt
So läuft eine Parodontitisbehandlung
ab
Eine Parodontitisbehandlung erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Ziel ist es, Entzündungen zu kontrollieren, bakterielle Beläge zu entfernen und gemeinsam die Voraussetzungen für stabile Verhältnisse im Mund zu schaffen.
Untersuchung und Befundaufnahme
Zu Beginn erfassen wir den Schweregrad der Erkrankung und besprechen mögliche Risikofaktoren sowie die weiteren Behandlungsschritte.
Aufklärung und Vorbereitung
Sie erhalten konkrete Hinweise zur häuslichen Mundpflege. Ergänzend erfolgt eine professionelle Reinigung der Zahnoberflächen.
Reinigung der Wurzeloberflächen
Unter örtlicher Betäubung werden bakterielle Beläge und entzündetes Gewebe an den Wurzeloberflächen entfernt.
Begleitung und Nachsorge
Regelmäßige Kontrollen und unterstützende Prophylaxemaßnahmen helfen dabei, die erreichten Ergebnisse zu sichern und Rückfällen vorzubeugen.
Einflussfaktoren verstehen
Warum die Ergebnisse nicht
bei jedem gleich ausfallen
Parodontitis verläuft nicht bei jedem Menschen gleich. Entsprechend unterschiedlich können auch die Behandlungsergebnisse ausfallen.
Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören:
- die tägliche Mundhygiene
- regelmäßige Nachsorgetermine
- Rauchen
- Diabetes
- genetische Veranlagung
- allgemeine Lebensgewohnheiten
Diese Faktoren bedeuten jedoch nicht, dass eine Behandlung weniger sinnvoll ist. Im Gegenteil: Gerade bei erhöhtem Risiko ist eine konsequente Betreuung besonders wichtig.

Moderne Therapieverfahren
Wenn zusätzliche Maßnahmen
sinnvoll sein können
In bestimmten Situationen können regenerative Maßnahmen dabei helfen, die Prognose vorgeschädigter Zähne zu verbessern. Ziel ist es, die Heilung zu unterstützen und vorhandene Strukturen bestmöglich zu erhalten.
Welche Möglichkeiten infrage kommen, hängt von den vorhandenen Befunden und der jeweiligen Ausgangssituation ab.

FAQ
Häufige Fragen

Antworten auf wichtige Fragen rund um Parodontitis und Zahnfleischgesundheit
Ist Parodontitis dasselbe wie Parodontose?
Der Begriff Parodontose wird umgangssprachlich häufig verwendet. Medizinisch korrekt spricht man heute von Parodontitis, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates.
Kann Parodontitis geheilt werden?
Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu stoppen und ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Bereits verlorener Knochen kann jedoch nicht vollständig wiederhergestellt werden.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die eigentliche Therapie erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung und wird von den meisten Patienten gut vertragen.
Warum habe ich Parodontitis, obwohl ich regelmäßig putze?
Neben der Mundhygiene spielen weitere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören genetische Veranlagungen, Rauchen, Diabetes und individuelle Risikofaktoren.
Warum sind regelmäßige Kontrollen wichtig?
Parodontitis ist eine Erkrankung, die dauerhaft Aufmerksamkeit benötigt. Kontrollen und unterstützende Prophylaxemaßnahmen helfen dabei, Entzündungen frühzeitig zu erkennen und Rückfällen vorzubeugen.